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Barschangeln – alles, was du wissen musst

Wie man erfolgreich Barschangeln geht. Welche Ausrüstung man dafür benötigt oder zu welcher Tageszeit du auf Barsche angeln solltest, erfährst du in diesem Beitrag. Wir führen dich in die Welt der Stachelritter. Im Internet gibt es viele Beiträge zu diesem Thema. Wir verraten dir Tipps, die du sonst nirgendwo erfährst und helfen dir wirklich Erfolgreich beim Barsch angeln zu sein.

Barschangeln

Lebensweise, Vorkommen und Verbreitung

Barsch Fang aus unserer FB Gruppe©M.Richter

Der Flussbarsch (lateinisch: Perca fluviatilis) ist mit seinen 6 bis 9 schwarzen Querstreifen, seiner gedrungenen, nach hinten flach werdenden Körperform unverwechselbar. Die Brust und Bauchflossen können von tief Rot bis knallig Orange sein. Die Farbe des Körpers kann gräulich-braun bis olivfarben sein. Du erkennst Barsche durch die Stacheln an Rückenflosse und Kiemendeckel. Diese können schmerzhaft sein, wenn man den Fisch falsch berührt.

Die durchschnittliche Größe in Gewässern ist 10 bis 30 Zentimeter, ab einer Größe von 40 cm kannst du von einem kapitalen Barsch sprechen. Bei optimalen Bedingungen kann ein Barsch bis zu 60cm groß werden und ein Gewicht von bis zu 4 Kilo auf die Waage bringen. Barsche wachsen sehr langsam, deshalb sind die großen Exemplare von 40 Zentimetern aufwärts über 15-20 Jahre alt.

Der Flussbarsch lebt in fließenden sowie stehenden Gewässern, du kannst ihn auch im Brackwasser der Ostsee finden. Der Fisch ist in ganz Europa sowie in Russland und in Teilen des Arktischen Ozeans im Brackwasser zu finden.

Die Laichzeit erstreckt sich je nach Gewässer von März bis Juli, dabei legt ein Barsch 45.000 Eier je kg Gewicht.

Gut zu wissen: Die Larven des Flussbarsches schwimmen nach dem Schlupf an die Wasseroberfläche, um ihre Schwimmblase zu füllen.
Barsch (Perca fluviatilis) – ©Adobe Stock

Die Ausrüstung

Zum Angeln auf Barsch benötigst du nicht viel. Eine Rute, eine Rolle mit Schnur, ein Vorfach und deinen Köder. Klingt erstmal ganz einfach, oder? Doch der Teufel steckt im Detail, wieso du bisher vielleicht nicht erfolgreich warst. Barsche haben ein sehr feines und weiches Maul, deshalb sollte deine Ausrüstung relativ fein und nicht zu grob gewählt werden. Ein guter Hakenlöser sollte sich auch auf jeden Fall in deiner Box befinden. Mit dem richtig abgestimmten Equipment kannst du schnell erfolgreich werden. Gerade am Anfang ist es nicht gerade wichtig wie teuer die Angelausrüstung ist. Eher solltest du beim Kauf auf dein Bauchgefühl hören.



Welche Schnur für Barsche?

Zum Angeln mit Kunstködern solltest du eine geflochtene Schnur zwischen 0,09mm und 0,12mm wählen. So hast du optimale Kontrolle und ein gutes Gefühl zum Köder. Von einer monofilen Hauptschnur raten wir ab, hier ist die Dehnung viel zu hoch, so dass man nicht mal die Köder spüren kann. Damit ist ein Angeln mit Gummifisch und Bleikopf so gut wie unmöglich.

Achte bei der Schnurauswahl auf den Durchmesser und nicht die Tragkraft, dies ist oft irreführend.

Welche Rute sollte ich nehmen?

Barsche haben ein sehr weiches Maul und schlitzen im Drill schnell aus, daher sollte die Angelrute eine sehr weiche Spitze haben. Eine schnelle Spitzenaktion und ein nicht zu dicker Handgriff sind die optimale Wahl für Barsch. Legt man den Zeigefinger auf den Rutenblenk (siehe Abbildung), so solltest du schon leichtes Tippen auf der Schnur spüren. Das Wurfgewicht sollte zwischen 3 und 15 Gramm liegen. Je länger die Rute, desto schlechter lassen sich leichte Köder werfen.

Wir empfehlen eine Rutenlänge von 1,80 Meter, so kannst du auch noch in engen, zugewachsenen Bereichen gut leichte Köder auswerfen.

Rute richtige Haltung

Zu welcher Tageszeit sollte ich auf Barsch angeln?

Barsche nehmen ihre Beute genau unter die Lupe, sie jagen mit den Augen. Gerne schwimmen sie in Gruppen umher und gehen auf Beutezug. Die beste Fangzeit für Barsche kann man pauschal nicht beantworten und ist von Gewässer zu Gewässer unterschiedlich. Doch die Erfolgsaussichten sehen eine Stunde vor und nach dem Sonnenaufgang am besten für dich aus. In den frühen Morgenstunden erwecken die ersten Sonnenstrahlen das Wasser wieder zum leben und die Flussbarsche kommen aus ihrer Nachtruhe-Phase heraus und bekommen richtig Hunger. Hier ist der beste Moment einen Stachelritter ans Band zu bekommen.

Lege dich auf ein Gewässer fest und gehe zu unterschiedlichen Tageszeiten angeln, um die Fresszeiten der Barsche heraus zu finden.

barsche fangen

Wo sollte ich angeln?

Barsche sind in der Regel in der Nähe von Futterfischen, also kleine Weißfischschwärme, die sich am Uferrand aufhalten. Dies ist immer ein Hotspot, der einen oder mehrere Versuche wert ist. Du kannst sie auch an strukturreichen Untergründen finden. Also Bäume, Wurzeln oder auch Schrott ziehen die Fische magisch an. An großen und kleineren Seen halten sich die Fische auch an sogenannten “Barschbergen” auf. Das sind Kanten, die steil abfallen, diese sind natürlich ohne Boot und Echolot für dich schwer ausfindig zu machen. Seerosen-Felder sind auch immer ein Versuch wert. Unter dem Blätterdach fühlen sich die Räuber geschützt. Stege und Spundwände sind auch gute Spots. Hier solltest du dich probieren und die Stellen an deinem Hausgewässer systematisch abarbeiten.

An Stauwehren kommt dauerhaft Sauerstoff ins Wasser und regelmäßig Futter angespült, hier ist das ganze Jahr zu jeder Tageszeit ein Fangen möglich.


Welchen Köder sollte ich nehmen?

Gerade als Anfänger ist das Angeln mit Gummifisch kein leichtes Unterfangen. Daher solltest du lieber zu Ködern greifen, die einfach zu führen sind und gut fangen. Ein Klassiker für Barsch ist ein Jigspinner oder Spinner. Die Köder werden ausgeworfen und direkt eingeleiert. Hier arbeitest du nur über die Angelrolle und verpasst deinem Köder damit Leben. Barsche sind Raubfische, damit du den Jagdinstinkt bei einem Barsch hervorrufst, solltest du deine Geschwindigkeit beim Einkurbeln variieren. Mal schneller und dann wieder langsamer, so imitierst du einen flüchtenden Futterfisch, der nur noch kurze Sprints schafft und erschöpft ist. Wie genau sich Barsch Unterwasser gegenüber einem Köder verhalten, kannst du in diesem Video gut sehen. Mehr Informationen findest du in unserem Zielfisch Bereich.


Schonzeiten und Mindestmaße von Barschen

Hier findest du die Schonzeiten für Barsche in allen 16 Bundesländern. Einige Bundesländer haben ein Mindestmaß, Entnahmefenster oder Schonzeit eingeführt. Solltest du aktuelle Informationen dazu haben, bitten wir dich um Mithilfe. Schreib uns einfach per E-Mail.

Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß: 15cm
Schonzeit: 01.02. – 15.05. Mindestmaß: 20cm
Schonzeit: keine Mindestmaß: 10-35cm
Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß: 17cm in Binnengewässer; 20cm in Küstengewässer
Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß:
Schonzeit: keine Mindestmaß: –
Schonzeit: keine Mindestmaß: –
Schonzeit: keine Mindestmaß: – Fangbegrenzung: 10 Stück oder maximal 5 Stück über 30cm
Schonzeit: keine Mindestmaß: –
Schonzeit: keine Mindestmaß: –
Schonzeit: keine Mindestmaß: –

5 Geheimtipps

  1. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in Kanälen und Flüssen mit trüben Wasser, ein knalliges Orange zu jeder Tageszeit fängt. Im direkten Vergleich mit natürlichen Farben, Grün und Schwarz konnte sich Orange eindeutig als bessere Farbe durchsetzen.
  2. Monofile Schnur anstatt Flourocarbon als Vorfach. Preislich macht es einen großen Unterschied, ob du dir 100 Meter Monofile Schnur für 5€ kaufst oder 10 Meter Fluorocarbon für 12€. Unterwasser selbst erkennst du keinen Unterschied. Wir haben es getestet.
  3. Hast du einmal einen Schwarm gefunden und fängst mehrere kleine Exemplare, dann wechsel die Ködergröße und sondiere damit die großen Fische aus dem Schwarm.
  4. Ausdauer und Konzentration sind die Schlüsselwörter, auch Profis gehen mal 2 Tage am Stück ohne einen Erfolg angeln, hier heißt es, nicht aufgeben und am Ball bleiben.
  5. Barsche fressen Barsche! Köder mit einem Barsch-Dekor sollten auf keinen Fall in deiner Angelbox fehlen!

Fazit

Wenn du alle oben genannten Punkte befolgst, sollte sich bei dir sehr schnell der Erfolg einstellen. Das Wichtigste ist zu üben und Erfahrungen zu sammeln, so dass du dich in deinem Gewässer auskennst und verstehst wie die Fische ticken. Bitte beachte auch, dass dieser Beitrag auf persönlichen Erfahrungen beruht und es in deinem Hausgewässer komplett andere Bedingungen sein können. Solltest du Fragen haben, kannst du gerne in unsere Facebook Gruppe beitreten und alle deine Fragen rund ums Thema Barschangeln stellen.



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